Der Herbst wird wieder „Tausendschön“ mit vielen neuen Ausstellern

Die Ausstellung Tausendschön im LWL-Preußenmuseum Minden am Simeonsplatz hält wieder viele künstlerische Überraschungen bereit. Foto: Hans-Jürgen Amtage
Die Ausstellung Tausendschön im LWL-Preußenmuseum Minden am Simeonsplatz hält wieder viele künstlerische Überraschungen bereit. Foto: Hans-Jürgen Amtage

Minden. Der Herbst 2018 wird „Tausendschön“. Das auf gleich drei Etagen im LWL-Preußenmuseum am Simeonsplatz 12 in Minden und mit einer bislang noch nicht dagewesenen Anzahl an Ausstellern.

Am Wochenende 27. und 28. Oktober laden die heimischen Künstlerinnen Theresia Störtländer-Nerge und Thea Langner-Berg jeweils von 11 bis 18 Uhr inzwischen zum 13. Mal zu der beliebten Ausstellung „Tausendschön – Handwerkskunst, Design, Poesie, Verwunschenes, Süße Verführung, Glanz & -Gloria“ ein. „Auch dieses Jahr hat uns überrascht, wie groß die Vielfalt von Kunst und Kunsthandwerk ist“, schwärmen die Organisatorinnen. Dabei sei es wieder gelungen, eine feine Auswahl in die Weserstadt zu holen. „Es bleibt für uns nach wie vor wichtig, eine harmonische Zusammenstellung sowie eine spannende Auswahl an ausschließlich selbstgefertigtem Kunst- und Handwerk zu zeigen“, betont Theresia Störtländer-Nerge, die ebenso wie Thea Langner-Berg mit eigenen Arbeiten im Preußenmuseum dabei sein werden.

Neue Aussteller auf drei Etagen

Auf drei Etagen der ehemaligen Defensionskaserne werden viele neue Austellerinnen und Aussteller dabei sein. Dazu gehört die Diplom-Designerin und Schneiderin Christel Wähler-Gräfer, die im Schaumburger Land mit ihrer kleinen Manufaktur „Elch-Kinder“ hochwertige Baby- und Kinderbekleidung fertigt. Oder Lourdes Cespedes Ludwick aus Aachen mit dem Lanalpaka Design, das Arbeiten aus erlesenen Garnen mit einer auffallenden Leichtigkeit präsentiert. Altes Leinen neue entdeckt bringen Sabine und Thomas Böhmer aus Detmold mit nach Minden. Mit selbst erstellten Stempeln bedruckt, entstehen unter anderem Kissen, Kulturtaschen und Schürzen in besonderem Design.

Handwebemeisterin Christel Gröschel aus Stemwede-Destel ist ebenfalls neu dabei. Von der Tischwäsche bis zum Altar-Parament reicht ihr Angebot, das sie in der Handweberei an der Rethlage fertigt und nun im Preußenmuseum präsentiert. Erika Mosel aus Löhne setzt dagegen auf Acrylfarben. Sie gestaltet Bilder aus gefundenen Materialien, bearbeiteten Fotos, verwendet Pigmente, Erden und Kreide. Maschinenbestickte und genähte Arbeiten gestaltet Barbara Schulz aus Kirchlengern, die erstmalig bei Tausendschön ausstellt.

Das Stempellabor mit Holzwerkstatt „Stadtwald Illustration“ von Barbara Hermanowski aus Hannoversch Münden bringt unter dem Aspekt „Bienenwaben, Insektenaugen, Eiskristalle – das Sechseck ist die Lieblingsform der Natur“  besondere Stempel, Holzillustrationen und Objektbilder mit nach Minden. Schmuck aus eigener Fertigung stellen Sylke und Bernd Podlesch als „Slke P.“ aus, während Margot Hüls aus Stuhr die Kunst des Scherenschnitts vorstellt. Catrin Porsiel aus Zadrau hat sich auf feine Strickkunst und Pelz-Accessoires aus dem Pelzschaf spezialisiert. Außerdem wird sie ihr Buch „Mein Gotland“ vorstellen.

Altes Handwerk und neue Kunst

Das alte Handwerk des Klöppelns lässt Frieda Höltke aus Petershagen in der alten Kaserne wieder aufleben. Neben Vorführungen wird auch eine geklöppelte Krippe zu sehen sein. Von der Kopfbedeckung bis zur Handpuppe reichen die Arbeiten von Ruth Jürging aus Steinhagen, die in der Nassfilztechnik entstanden sind und die ebenfalls erstmalig bei Tausendschön dabei ist. Naturmaterialen sind auch das Faible von Marion Wedemeyer aus Wennigsen, die mit ihrer „Woll-Lust“ Damenoberbekleidung herstellt und für alle Figurentypen und Kleidergrößen entwirft. Ganz anders die Werke von Sabine Eyebee Korn aus Münster. Unter dem Motto „Das Auge denkt mit“ zeigt sie „Alltagsverschönerer“ aus unterschiedlichen Materialien.

Kinetischen Plastiken aus Metall hat sich Manfred Funke aus Hannoversch Münden verschrieben und Stefanie Kraus aus Neustadt zeigt „Hingucker-Halsketten“. Die fertigt sie aus Tonkügelchen, Papier, Luftballons und Fahrradschläuchen. Die Keramikerin Frauke Schlegelmilch aus Legden fertigt besondere Salzstreuer nach antikem Vorbild. Gefäße und Gefäßobjekte aus gedrehtem Porzellan sind Stücke, die Ingrid Ripke-Bolinius aus der Künstlerstadt Worpswede ausstellen wird.

„Mit den vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern, die schon seit vielen Jahren bei Tausendschön zu Gast sind, präsentieren fast 60 Aussteller ihr Schaffen im Preußenmuseum“, zeigt sich Thea Langner-Berg begeistert. Und selbstverständlich werde auch für das leibliche Wohl an den beiden Ausstellungstagen gesorgt, verspricht Theresia Störtländer-Nerge. Die widmet dem Team des LWL-Preußenmuseums ein großen Dankeschön: „Ohne diese Unterstützung wäre die Ausstellung in dem besonderen Ambiente der alten Kasernenanlage kaum möglich.“

www.tausendschoen-ausstellung.com